© Stefan Freiberger 2011-2020, alle Rechte vorbehalten · Datenschutzerklärung (pdf)
Die Nichtmachbarkeit von Konstruktionen von vornherein erkennen und vermeiden (Raimund Probst)
Die Technische Regel Instandhaltung von Betonbauwerken sei in der Anfang 2020 vom DIBT zur Anhörung gestellten Form „vom Tisch“. Bis Ende der Einspruchsfrist am 07.02.20 seien beim DIBT eine Vielzahl von Einsprüchen und Verbesserungsvorschlägen eingegangen, u.a. vom Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz, den Malerlandesinnungsverbänden, Fachunternehmen und dem Fachverband der Stuckateure. Es sei ein Kompromiss erarbeitet worden, der die Einsprüche berücksichtige. Dieser Kompromiss würde nun der zuständigen Projektgruppe vorgelegt, um sie in die TR Instandhaltung Betonbauwerke einzuarbeiten, die dann im Oktober 2020 in die MVV-TB aufgenommen werde. Hintergrund: Vom DAfStb gebe es eine im Gelbdruck (Entwurf) veröffentlichte Betoninstandhaltungsrichtlinie. Deren weitere Bearbeitung und Verabschiedung sei aber vorerst gestoppt worden, weil die Deutsche Bauchemie e.V. diesen Entwurf für nicht europarechtskonform halte und mit einer Klage gedroht habe. Das DIBT habe diesen Gelbdruck als Grundlage genommen und darauf aufbauend eine Technische Regel erarbeitet. Dabei sei in Teil 1 der TR Instandhaltung (Abschnitt 2 Annahmen und Voraussetzungen) festgeschrieben gewesen, dass alle Maßnahmen als standsicherheitsrelevant einzustufen seien, die zur Wiederherstellung oder zum Erhalt der Standsicherheit während der planmäßigen Nutzungsdauer erforderlich sind. Von den Anforderungen könne nur dann abgewichen werden, wenn ein Sachkundiger Planer schriftlich begründe, dass die Standsicherheit des Bauteiles / Bauwerks innerhalb der geplanten Nutzungsdauer nicht beeinträchtigt werde. In der Anmerkung sei spezifiziert worden, dass eine Gefährdung der Standsicherheit nicht nur bei einem entsprechenden Schaden vorliege, sondern auch dann, wenn in der planmäßigen Nutzungsdauer mit großer Wahrscheinlichkeit ein Schaden zu erwarten sei. Diese Formulierung sei im Handwerk auf breite Ablehnung gestoßen. Denn damit würde immer ein Verstoß gegen geltendes Bauordnungsrecht vorliegen, wenn z.B. im Zuge einer üblichen Renovierung eines Bauwerks durch ein Fachunternehmen des Maler- und Lackiererhandwerks beispielsweise eine Balkonbrüstung beschichtet würde, ohne dass im Vorfeld ein Sachkundiger Planer das Bauteil untersucht und schriftlich „freigestellt“ hätte. Dies sei ein gravierender Eingriff in den Verantwortungsbereich des Malermeisters und eine deutliche Beschränkung seines Marktzu-gangs. (Quelle: Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz) (zurück)

Archiv

Einsprüche vs. neue TR Instandhaltung Beton

(22.03.20)